Expressionistisches Drama. W. Hasenclever, Erst Toller u.a презентация

Für die literarische Verwirklichung des messianischen Expressionismus bildet das Drama eine außerordentlich wichtige Gattung. Dramen wir Hasenclevers "Der Sohn" (1913), Ernst Tollers "Die Wandlung" (1919) und Georg Kaisers "Die Bürger von

Слайд 1Expressionistisches Drama. W. Hasenclever, Erst Toller u.a.


Слайд 2Für die literarische Verwirklichung des messianischen Expressionismus bildet das Drama eine

außerordentlich wichtige Gattung. Dramen wir Hasenclevers "Der Sohn" (1913), Ernst Tollers "Die Wandlung" (1919) und Georg Kaisers "Die Bürger von Calais" (1914) bezeichnet man daher auch als Wandlungs- und Verkündigungsdrama.

Walter Hasenclever, geboren am 8. Juli 1890 als Sohn des Arztes Friedrich Hasenclever und dessen Frau Emma (geb. Bölling) in Aachen, starb am 21. Juni 1940 in einem südfranzösischen Internierungslager.





Слайд 3Der junge WALTER HASENCLEVER erregte 1914 mit seinem Drama „Der Sohn“

Aufsehen. Dieses erste große dramatische Werk des Expressionismus thematisiert den Vater-Sohn-Konflikt auf drastische Weise.

Der Sohn, von seinem Vater gedemütigt, ohne persönliche Freiheiten aufwachsend, flieht, dank eines Freundes, aus seiner „kleinen Welt“ in die „große Welt“. Hier gelingt es ihm, einen revolutionären Sturm gegen die Vätergeneration zu entfachen. Nun muss er seinen persönlichen Konflikt lösen. Er kehrt – allerdings nicht freiwillig, sondern mittels Zuführung durch die Polizei – nach Haus zurück, gewillt, seinen Vater zu töten. Er konfrontiert seinen Vater erneut mit seinem Grundproblem, dieser hat nur Spott für ihn übrig und droht mit der Einweisung in eine Anstalt. Als der Vater die Polizei verständigen will, zieht der Sohn plötzlich eine Waffe.

Слайд 4Der Sohn muss nicht schießen: Der Vater erliegt einem Schlaganfall. Der

Autor bezeichnet sein Stück als Drama der "Menschwerdung". Anlässlich der ersten deutschen (nicht-öffentlichen!) Aufführung seines Dramas "Der Sohn" am 8. Oktober 1916 im Dresdener Albert-Theater erklärt Walter Hasenclever vor geladenen Gästen mit überschwänglichem Pathos, dieses Stück sei das Drama der "Menschwerdung" und habe keinen geringeren Zweck als den, "die Welt zu ändern".

Damit erweist er sich als Vertreter des "messianischen Expressionismus" d. h. als ein Autor, dessen Protagonist von einer quasi-religiösen Sehnsucht nach Erneuerung angetrieben wird und die Rolle eines Verkünders übernimmt, der wie der Autor selbst ein neues Zeitalter heraufdämmern sieht. Wie sehr Walter Hasenclever von diesem Gedanken beflügelt wird und welche Hoffnungen er mit seinem Protagonisten als Symbolgestalt dieser "Menschwerdung" verbindet, zeigt sich in seinem Bekenntnis, er stehe "mit all seinen Sympathien auf Seiten des Sohnes" und sei von ihm begeistert.




Слайд 5Das Stück war auch eine persönliche Abrechnung des Autors mit dem

eigenen Vater. Das Elternhaus war preußisch-streng und freudlos. Der Sohn sollte mit drakonischen Strafen zum willenlosen Untertan herangezogen werden. Doch als Student brach Walter Hasenclever aus diesem geistigen Gefängnis aus.

1908 beginnt Hasenclever sein Jurastudium an der Universität Oxford und wechselt nach einem Semester nach Lausanne.

1909-1914 studiert er in Leipzig, beschäftigt sich aber hauptsächlich mit Literatur und Philosophie. In Leipzig fand er Freunde in der Künstlerszene und trat bald mit eigenen Texten in Kurt Wolffs Buchreihe "Der jüngste Tag" hervor. Der Vater strich dem ungehorsamen Sohn die finanzielle Unterstützung, drohte dem noch nicht Volljährigen mit einem Anwalt und untersagte seinen übrigen Kindern den Kontakt zum Bruder. Der jedoch blieb unbeugsam.




Слайд 61910 erscheint sein erster Gedichtband unter dem Titel "Städte, Nächte und

Menschen". Zusammen mit anderen Schriftstellern bildet Hasenclever einen literarischen Freundeskreis, der eine der bedeutendsten Künstlervereinigungen des Expressionismus wird.

1913 wird der Gedichtband "Der Jüngling" veröffentlicht.

1914 gelingt Hasenclever mit seinem Stück "Der Sohn", der erste große Erfolg eines expressionistischen Dramas. 
Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldete sich Walter Hasenclever freiwillig zur Front. Die Wirklichkeit des Tötens desillusionierte ihn. Er wurde psychisch krank (1916/17 Hasenclever simuliert ein psychisches Leiden) und verbrachte die letzten Kriegsjahre in einem Sanatorium.


Слайд 71917 ist seine Entlassung aus dem Kriegsdienst.  Ihm wird der Kleistpreis für

seine Tragödie "Antigone" verliehen, mit der er Krieg und Despotie anprangert.

1919 ruft Hasenclever mit seiner Flugschrift "Der politische Dichter" und dazugehörigen Gedichten andere Schriftsteller zu politischer Aktivität auf.

1920/21  wendet er sich der Mystik und dem Okkultismus zu und wird Mitherausgeber der Zeitschrift "Menschen. Zeitschrift neuer Kunst".

In den 20er Jahren schrieb Hasenclever gesellschaftskritische Komödien und wurde zu einem der meistgespielten Theaterautoren. Als satirischer Freigeist zog er sich den Hass der Konservativen zu. Die Nationalsozialisten sahen in ihm einen "Kulturbolschewisten".

Слайд 81926 schreibt Hasenclever seine erste Komödie "Ein besserer Herr", die großen

Erfolg hat.

1928 wird seine Komödie "Ehen werden im Himmel geschlossen" ebenfalls ein außergewöhnlicher Erfolg, trägt ihm allerdings einen Prozeß wegen Gotteslästerung ein.

1929-1932 wohnt Hasenclever wieder in Berlin, unternimmt jedoch zahlreiche Reisen durch Europa und Nordafrika. Für kurze Zeit schreibt er Drehbücher für Metro-Goldwyn-Mayer in Hollywood.

Слайд 91933 wird Hasenclever in Deutschland verfemt: Seine Werke werden verboten und

im Rahmen der Bücherverbrennungen aus den öffentlichen Bibliotheken entfernt. Er selbst wird kurz darauf ausgebürgert und geht ins Exil nach Nizza (Frankreich).

1934-1938 lebt Hasenclever als Exilant in Jugoslawien, Italien, England und wiederum in Südfrankreich.

1939/40 schreibt er den autobiographischen Roman "Die Rechtlosen".

Als im Juni 1940 deutsche Truppen Frankreich überfielen, drohte Hasenclever die Auslieferung. Der kam er durch Selbstmord zuvor.

Слайд 10„Antigone“
1917 gelang HASENCLEVER eine erste bedeutende Bearbeitung des „Antigone“-Stoffes des 20.

Jahrhunderts, wofür ihm im selben Jahr der Kleist-Preis verliehen wurde.
Als Soldat in Mazedonien begann er noch 1916, den antiken Stoff „Antigone“ zu einem Antikriegsdrama zu verarbeiten. Persönlich, wie aus einem Brief hervorgeht, verstand er das Stück als einen „Kampfruf gegen das Machtprinzip“. Er ließ die todgeweihte Antigone ausrufen:
„Ich rede zu euch Witwen und Waisen, die ihr heimkehrt in die einsamen Hütten, wo die Seufzer der Erschlagenen von den feuchten Steinen des Herdes schrecken in euren Abendtraum: Wollt ihr, dass eure Kinder, überschrien von dem Ruhm des Schlachtrufs, euer elendes Schicksal teilen?“


Слайд 11Ernst Toller

In den 1920er-Jahren war er der bekannteste deutsche Bühnenautor. Die

Sprache seiner Stücke galoppierte im Rhythmus einer von politischen Umwälzungen und rasantem technischen Fortschritt getriebenen Zeit. Tollers Werk hat es nicht in den Klassikerkanon geschafft - sein Lebens-Werk aber beeindruckt.
 

Leitmotiv in Tollers Werk und Leben ist der Kampf für eine neue, gerechtere Gesellschaft. Toller hat seine sozialistischen und pazifistischen Ideen entwickelt. Mit expressionistischem Menschheitspathos reflektiert er den Krieg, später das Scheitern der Räterepublik

Слайд 121893 wird Ernst Toller in Samotschin (heute: Szamocin, Polen) als Sohn

des jüdischen Kaufmanns Max Toller geboren. Toller will Schauspieler werden, vielleicht auch Dichter, studiert aber zunächst Jura (1914).
 
1914 meldet sich jedoch kurz darauf als Freiwilliger für den Ersten Weltkrieg. Für seine Tapferkeit vor Verdun wird er ausgezeichnet und zum Unteroffizier befördert. Zugleich schreibt er erste Gedichte gegen den Krieg. 1916 ist Toller körperlich und seelisch so erschöpft, dass er aus der Armee entlassen wird.

 1917 wird Toller aus gesundheitlichen Gründen vom Militärdienst freigestellt. Er setzt sein Studium in München fort.

Слайд 131917 studiert er aber Geisteswissenschaften.

Bei Max Weber studiert er Politik,

beim Literaturwissenschaftler Artur Kutscher lernt er Thomas Mann und Rainer Maria Rilke kennen. Und dann ist da eine Gruppe von Kriegsgegnern, die sich im Gasthaus "Zum Goldenen Anker" trifft.

Im Januar 1918 unterstützt Toller den Streik der Munitionsarbeiter. Als Regierungstruppen auf die Landeshauptstadt zumarschieren, steht der Pazifist in den Reihen der Revolutionsgarde.

Tollers erstes Drama "Die Wandlung" vollzieht die historisch wie seelisch dramatischen Jahre nach.



Слайд 141919 wird Toller Vorsitzender der bayerischen Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD).


In der Münchner Räterepublik ist Toller Vorsitzender des Zentralrats sowie Abschnittskommandant der "Roten Garde".
Nach Zerschlagung der Räterepublik wird er wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt.

Uraufführung des Dramas "Die Wandlung" in Berlin, in dem er seine geistige Entwicklung zum Revolutionär schildert.

1920-1924 schreibt Toller während der Haft seine wichtigsten expressionistischen Dramen, wie "Masse Mensch" und "Der deutsche Hinkemann", in denen er seine durch die Kriegserlebnisse erlangte pazifistische Haltung umsetzt.


Слайд 151924 - Entlassung aus der Festungshaft. Er zieht nach Berlin, weil

er aus Bayern ausgewiesen wird.
 
1927 - Uraufführung des Zeitstücks "Hoppla, wir leben!".
In verschiedenen Gruppen und Aktionen engagiert sich Toller weiterhin für einen revolutionären Pazifismus.
 
1933 - Ausbürgerung durch die Nationalsozialisten; Aufenthalt in der Schweiz. Im Exilverlag "Querido" erscheint die Autobiographie "Eine Jugend in Deutschland".
 
1934 - Übersiedlung nach London, anschließend in die USA. Während seiner gesamten Exilzeit engagiert er sich gegen den Faschismus.

Слайд 161939 erscheint (in englischer Sprache) das Drama "Pastor Hall„ als letzte

große Veröffentlichung.
Ernst Toller nimmt sich in New York das Leben.

Hauptwerke
Dramen
1919 - Die Wandlung
1922 - Die Maschinenstürmer
1923 – Der deutsche Hinkemann
1939 - Pastor Hall
 

Слайд 17Prosa und Lyrik
1924 - Das Schwalbenbuch
1930 - Feuer aus den Kesseln
1933

- Die blinde Göttin
1936 - Eine Jugend in Deutschland
1934 - Nie wieder Friede
1935 - Briefe aus dem Gefängnis

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